GALERIE KIRSCHEY

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JACQUELINE HESS - Die Module, 17.02.-24.03.2019

Vernissage Sonntag,17.02.2019 um 15 Uhr

Einführung: Isabelle von Rundstedt

Musik: Jens Köhler  (Gitarre und Gesang)

Jacqueline Hess war Meisterschülerin von Prof. Havekost an der KUNSTAKADEMIE DÜSSELDORF. Sie schloss ihr Studium 2016 ab. Ihre figürlichen Meisterwerke sind bekannt. Diesmal wagt sie sich auf ganz neues Terrain: Mit den MODULEN entwickelte sie eine Serie geometrischer Werke, die individuell kombiniert werden.

Was ist Kunst in unserer Zeit? Welchen Wert hat Malerei in einem Jahrhundert, dessen Alltag von technischem Fortschritt, von Mechanisierung und der massenhaften Reproduktion von allem so bestimmt ist, dass man als Künstler seine Sprache sorgfältig wählen muss, um in der Flut der Informationen noch gehört zu werden? Walter Benjamin hat es in seinem Essay über den Wert des Kunstwerks in der Zeit der mechanischen Reproduktion (1937) schon gesagt, dass Kunstwerke durch ihre maschinelle Reproduktion ihre Autorität und Aura verlieren, da sie nicht mehr einzigartig sind und so nicht mehr mit Distanz zum Betrachter ihre Zeit kommentieren können.1

Mit Hilfe ihrer scheinbar belanglosen Bildausschnitte hat sie ein Sprachrohr gefunden, um Fragen zu stellen, unsere Zeit zu kommentieren. Wonach strebt unsere Zeit? Führen wir nicht fast modular austauschbare Leben? Sie malt immer wieder den gleichen Ausschnitt, so als ob ihre Kunst maschinell reproduziert worden wäre, vielleicht mit Photoshop noch verschieden eingefärbt, wie ein Moodbord. Aber ihre Bilder sind nicht maschinell reproduziert, sie sind akribisch genau gemalt, wer hinschaut sieht die verschiedenen Oberflächen, die den dargestellten Materialien ihr visuell haptisches Leben einhauchen.

Auszug aus dem Einführungstext zum gleichnamigen Katalog  von Isabelle von Rundstedt

1 Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (1939), S. 477.